Gepostet im März, 2016

Eine etwas andere Ostergeschichte

»Gepostet von am Mrz 23, 2016 in Allgemein | 1 Kommentar

Eine etwas andere Ostergeschichte

Jedes Jahr zur Osterzeit hören wir die dazu gehörigen Geschichten.

Einerseits erzählen Eltern ihren Kindern die Geschichte mit dem Osterhasen. Andererseits erzählen Religionen (Christen) in Deutschland die Geschichte von der Kreuzigung Jesus und die Wiederauferstehung nach drei Tagen. Soweit so gut.

Obwohl der Mensch es geschafft hat, mit seinem Verstand (?), auf den Mond zu fliegen und viele andere Errungenschaften herbeigeführt hat, bringt er es heute immer noch nicht fertig seinen Kleinkindern die Geschichte vom OSTERHASEN wahrheitsgetreu zu erzählen. Genauso wenig bringen es die Religionen fertig die Wahrheit über die Wiedergeburt zu verkünden. Nämlich die Wahrheit des ewigen LEBENS für alle Menschen.

Aber warum ist das so?

Warum bringen wir heute noch unseren Kindern bei, dass der Osterhase die Eier legt? Warum werden heute noch die Eier zu Ostern an die Sträucher in unseren Gärten gehängt?

Warum wird heute noch von den Religionsvertretern an Ostern nur von der Wiedergeburt Jesus berichtet? Warum lässt die Kirche die Wiedergeburt jedes Menschen zu? Warum macht die Kirche den Gläubigen immer noch Angst vor dem „Jüngsten Gericht“?

Warum?

Die Lüge vom Osterhasen ist spätestens, wenn das Kleinkind älter geworden ist, von den Eltern nicht mehr zu halten. Die Geschichte von der Wiedergeburt (nur Jesus) bzw. dem Jüngsten Gericht hält sich hingegen sehr hartnäckig. Sie wird von den meisten Christen in meinen Augen zumindest nicht ernsthaft hinterfragt.

Für mich ist dies alles weder RICHTIG noch FALSCH. Es ist einfach so wie es ist. Das ABSOLUTE (Gott oder wie immer es auch genannt wird) will sich selbst erfahren, sich ausdrücken.

Puuuuuhhhhh, was ist das denn, wird sich der eine oder andere jetzt fragen.

Dabei ist es ganz einfach: Alles was wir als Mensch im AUSSEN erfahren ist der aktuelle Ausdruck von dem was IST. Wir Menschen sind jedoch mit dem was IST (aktuelle Lebenssituation) meist nicht einverstanden. Es soll so sein wie ICH (Verstand) es will. Für dieses so wie Ich es will, werden ungeheuere Kräfte mobilisiert um eine Veränderung herbei zu führen.

Wenn wir jedoch einerseits unsere eigene Vergangenheit betrachten, stellen wir sehr oft fest, dass diese Bemühungen für eine Veränderungen nichts gebracht oder nur wenig verändert haben. Die dafür verbrauchte Energie für die Bemühungen waren jedoch erheblich. Und trotzdem ist das Ergebnis aus all den Anstrengungen aus der Sicht des Verstandes nie zufriedenstellend. Damit geht es in die nächste Runde, denn der Verstand hat viele Argumente um die nächste Runde zu rechtfertigen.

Wie: Das Ziel ist noch nicht erreicht. Das Ergebnis ist noch nicht gut genug. Und so landen wir in der sogenannten „HAMSTERRAD- Variante“.

Anderseits besteht die Möglichkeit, dass das AUSSEN (sichtbare Welt) uns genau das zeigt, was uns gefällt. Auch hierfür hat der Verstand (Ego) eine passende Antwort. Ja, genau davon will ich mehr haben und dieses mehr „HABEN-Wollen“ zeigt sich z.B. in der Form von:

– mehr Geld haben wollen,
– ein größeres Haus haben wollen,
– ein schöneres Auto haben wollen,
– mehr Erfolg (Job, Beziehung) haben wollen,
– usw.

Ergebnis davon ist: Ein „LUST-Kreislauf“ entsteht ohne dem Bewusstsein, dass sich in der Dualität der Pendel auch wieder in die andere Richtung bewegen wird. Das Spiel des „HABEN wollen“ (Lust, Vorlieben) und das Spiel des „NICHT-HABEN wollen“ (Schmerz, Abneigung) findet somit kein Ende.

Eine Erfahrung bleibt. Beide Varianten führen dazu, dass das Bild der aktuellen Lebenssituation eine Veränderung erfahren soll. Beide Varianten haben das Ziel, das was IST zu verändern.

Nur wenige Menschen kommen auf den Gedanken, das was IST so zu belassen wie es IST. 

Es wird gern als „Stehen bleiben“ bezeichnet, obwohl sich das IST (Lebenssituation) ständig verändert. Doch genau diese Veränderung des jeweiligen IST will der Mensch nicht sehen. Will der Verstand nicht sehen.

Wird jedoch dieses IST seitens des Verstand nicht mehr bekämpft, werden oftmals zwei Dinge festgestellt:

… die Manipulationskraft lässt nach, die im Grunde ständig die eigene VORSTELLUNG des EGO-Verstandes zur Realität (IST) machen will und die die KONTROLLE über das Leben haben möchte

… in der Lebenssituation zeigt sich eine ungeahnte Richtung für eine Lösungsvariante, die wie aus dem NICHTS aufsteigt und alles wieder in eine universelle Ordnung bringt

Es wird möglicherweise wirklich zum 1. Mal erlebt, dass eine viel größere Kraft, als unsere Gedanken (Verstand) das Leben lenkt.

Viele haben dann ein Gefühl von:

– mir ist ein Stein vom Herzen gefallen
– was für eine Erleichterung (Frieden kehrt ein)
– usw.

Dahinter steckt in Wirklichkeit ein Leben in Freiheit von der Identifikation mit Erscheinungen (z.B. Gedanken) und dessen leidhafter Erfahrung. Alles zu durchschauen und das zu sein, was der Mensch wirklich ist. Die Akzeptanz des eigenen SELBST. Zu akzeptieren, dass es gut ist, was ICH BIN.

In diesem Sinne wünsche ich ein frohes OSTERFEST.

Ihr

Karlheinz K. Matten

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