Das Wettrüsten bei der Selbstverleugnung ist ein Teil der Liebe

» Gepostet von am Aug 8, 2016 in Allgemein | Keine Kommentare

Das Wettrüsten bei der Selbstverleugnung ist ein Teil der Liebe

Bezieht man diese Aussage auf die Arbeitswelt, bedeutet dies, dass auf der Arbeitgeberseite in den Stellenausschreibungen immer mehr Fähigkeiten verlangt werden und auf der Arbeitnehmerseite immer mehr dafür getan wird, um einer Stellenausschreibung gerecht zu werden. Richtig heftig geht es im Bereich der Mindestlöhne zu. Dort regiert seitens der Arbeitgeber die Macht der Angst und auf der Arbeitnehmerseite der Kampf, um vom HARTZ IV- System nicht erfasst zu werden bzw. ein Kampf um den notwendigen Lebensunterhalt zu verdienen.

Doch was hat das mit Selbstverleugnung oder gar mit Liebe zu tun? Antwort: „Mit uns Menschen selbst. Mit einem verschobenen Wertesystem. Mit Veränderungen.“

So heißt es in unserer heutigen Welt, wenn ich mich gut fühle, nachdem ich mir etwas verweigert habe, dass dies etwas Gutes sei. Wenn ich mich schlecht fühle, dann heißt es, dass es auch etwas Schlechtes ist.

Doch meistens kann ich mich ja gar nicht entscheiden.

Ich verweigere mir dies und jenes, weil ich mir sage, dass es sich einfach so gehört und ich sage mir auch, dass das gut war, so wie ich in der Situation gehandelt habe. Wunder mich jedoch, dass ich mich gar nicht so gut dabei fühle.

Lösung: Ich muss als erstes damit aufhören, mich immer wieder selbst zu verurteilen.

Danach bringe ich in Erfahrung, wonach mein Selbst (Gott, Seele, Ich, nenne es wie Du es willst) verlangt und halte mich auch danach.  Doch nach was verlangt eigentlich mein Selbst? Dies ist die Aufgabe die nur jeder für sich selbst herausfinden kann.

Ein berechtigtes Grundverlangen eines jeden Menschen ist sicherlich:

– sich selbst zu erkennen wer-er-wirklich-ist – und und zu erfahren
   wer-er-wirklich-sein-will
– dieser Lebensprozess soll eine Erfahrung …

– ständiger Freude
   – wiederkehrendes Erschaffen von dem wer-ich-wirklich-bin
   – endloser Ausdehnung
   – totaler Erfüllung

… und dies in jedem Moment im Jetzt.

Ich persönlich richte mich nach diesem Verlangen, bin und übe bedingungslose Liebe und bringe dies zum Ausdruck in Form von – wer-ich-wirklich-bin. Dieses Gefühl von wer-ich-wirklich-bin ist das Ziel.

Nicht auf das Wissen, sondern auf das Gefühl bauen, das ist die Lösung, um der Selbstverleugnung zu begegnen.

Wissen ist jederzeit und fast überall verfügbar, aber es ist begrifflicher Natur. Das Gefühl ist erfahrungsgemäßer Natur. Jeder will sich selbst fühlen und sich so in seiner eigenen Erfahrung kennenlernen, ja sich selbst erkennen.

Das höchste Gefühl ist die Erfahrung der Einheit mit Allem-was-ist.

Die vollkommene Liebe ist für mein Gefühl das, was weiß für die Farben ist. Es wird jedoch noch von vielen Menschen geglaubt, dass weiß die Abwesenheit von Farbe ist. Doch das stimmt einfach nicht, das Gegenteil ist der Fall:

Weiß beinhaltet sämtliche Farben.
Weiß ist die Verbindung von allen anderen existierenden Farben.

Bei der Liebe ist es vergleichbar: Sie ist nicht die Abwesenheit von Emotionen (wie Zorn, Wut, Eifersucht, Gier, Missgunst, usw.), sondern sie ist die Summer aller Gefühle.

Liebe ist die Gesamtsumme – Liebe ist der Gesamtbetrag – Liebe ist alles und jedes

Um die vollkommene Liebe zu erfahren, muss jedes menschliche Gefühl durchlebt werden.

Beispiele:

– wie soll ich Mitgefühl für etwas empfinden, wenn ich es nicht verstehen kann?
– wie soll ich jemanden vergeben können, wenn ich es in mir selbst nie erfahren
habe?

So sehe ich die Einfachheit und die Großartigkeit meines Lebensprozesses. Ich verstehe endlich, worauf mein Selbst aus ist.

Das Ziel des menschlichen WER-ICH-wirklich-BIN ist,
die Erfahrung von Allem,
damit das WER-ICH-wirklich-BIN,
alles sein kann.

Wie kann ich erfolgreich sein, wenn ich nie erfolglos war. Wie kann ich glücklich sein, wenn ich nie traurig war. Wie kann ich gut sein, wenn ich nie böse war.

Es scheint ganz offensichtlich so zu sein, dass der Mensch keine Wahl für irgend etwas treffen kann, wenn es nichts zu wählen gibt. Wenn wir uns als Mensch in unserer ganzen Macht und Herrlichkeit erfahren wollen, müssen wir wissen, was Macht und Herrlichkeit ist. Doch diese können wir nicht erfahren, wenn es nur Macht und Herrlichkeit gäbe. Spätestens jetzt sollten wir Menschen erkennen, dass Macht und Herrlichkeit nur im Raum dessen existieren kann, was nicht Macht und Herrlichkeit ist.

Deshalb verdamme nie, was nicht großartig ist, sondern akzeptiere es so wie es ist – sieh in ihm einen Teil von Dir selbst, der existieren muss, damit sich ein anderer Teil von dem Wer-Du-Sein-willst manifestieren kann.

Ganz gleich an wen wir Menschen glauben (Gott, Budda, usw.), hat die Aufgabe, uns dazu zu bringen, die Macht und Herrlichkeit zu wählen, das Beste von WER-ICH-BIN auszusuchen, ohne das zu verdammen, was wir nicht gewählt haben.

Das ist die große Herausforderung, denn wir Menschen fällen all zu rasch ein Urteil und nennen etwas falsch oder schlecht oder nicht genug, anstatt auch das zu akzeptieren, was wir selbst nicht gewählt haben.

Meist begehen wir Menschen sogar noch etwas Schlimmeres, als nur zu verurteilen, nämlich:

– danach zu trachten, dem, was ich nicht gewählt habe, richtigen Schaden zuzufügen

– bestrebt sein, das andere zu zerstören

– eine Person, einen Ort, ein Ding zu attackieren, mit dem wir nicht
übereinstimmen

– wir machen einen Gedanken, der meinem Gedanken widerspricht, lächerlich

– eine Idee, die nicht von mir ist, lehne ich ab

… und damit begehen wir einen Fehler, denn so erschaffe wir nur die Hälfte von dem, Wer-Wir-wirklich-Sind.

Und so können wir noch nicht einmal unsere eigene Hälfte verstehen, wenn wir die andere Hälfte einfach gewohnheitsgemäß ablehnen.

In diesem Sinne wünsche ich, die Stille, diese Worte wirken zu lassen.

Karlheinz K. Matten

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