Dafür ? Dagegen – Dagegen ? Dafür

Dafür ? Dagegen – Dagegen ? Dafür

… heißt für den Verstand meist: Bist du verrückt, das geht doch gar nicht. Das kannst du nicht machen. Du wirst Schaden erleiden. Hör auf mich und schau auf deine Erfahrungen.

Doch was sind es für Erfahrungen, die wir im Alltag machen?

Die Masse der Menschen spricht eben nicht von täglich tollen Erfahrungen. Es sind mehrheitlich negative Erfahrungen über die sich die Menschen bis in den Privatbereich hinein unterhalten.

Hast du schon gehört …

Weißt du schon …

Der Chef(in) war mal wieder auf Lehrgang …

Kennst du den, der hat …

usw.

Tag ein Tag aus erzählen sich die Menschen diese Geschichten und wundern sich nicht einmal darüber, dass sich diese Geschichten immer wieder fortschreiben. Schlimmer noch, sie erzählen die gleichen Geschichten auch ihren Kindern, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass diese den auch  wieder das Gleiche tun. Ein ewiger Kreislauf.

Wird dies auch einmal erkannt? Ja, natürlich.

Doch wer ist bereit sich die Mühe zu machen die eigenen Gedanken einmal zu analysieren. Fast niemand. Und die es machen sind dann die Menschen die bewundert werden. Fußballer, Showmaster, Sänger(in), Unternehmer(in) usw.

Es kommt zwar immer einmal der Gedanke hoch: So würde ich auch gerne sein, jedoch den Preis dafür zu bezahlen ist kaum jemand bereit. Lieber spielt man Lotto und hofft auf den großen Gewinn der dann alles besser werden lässt.

Doch was lässt er besser werden. Die gleiche Art zu leben nur auf einem höheren Niveau. Statt mit einem Golf von A nach B zu fahren, fährt man eben dann mit einem 7er BMW, Audi A8 oder doch lieber mit der S-Klasse von Mercedes.

Damit wären wir mittendrin im Thema: Dafür ? Dagegen oder lieber Dagegen ? Dafür

Das Dagegen scheint uns wesentlich leichter zu fallen, als das Dafür.

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie von Ihrem Chef heftig für eine angeliefertes Ergebnis kritisiert werden.

Was passiert jetzt in Ihnen?

Die Reaktionen darauf können sehr unterschiedlich sein. Sofortige Gegenreaktion. Schweigen. Kopfschütteln. leichtes Nicken. Und viel weitere Möglichkeiten.

Was jedoch auffällt ist immer, dass es darum ankommt, wie die Kritik seitens des Chefs ausgesprochen wird. Ihre Gegenreaktion hängt also von der Art und Weise wie Sie kritisiert werden ab. Stimmt?

Das scheinen jedoch die meinten Chefs nicht zu wissen. Sie scheinen sich darüber auch keine Gedanken zu machen. Warum sollten sie auch? Sie haben es ja selbst am eigenen Leib so erfahren. Kritik soll nach Ansicht der meisten Chefs das Gegenteil von dem sein was gerade da IST, oft das was sie für richtig halten. Ganz gleich welches Ergebnis dann dabei heraus kommen würde. Es gilt immer noch – ich bin der Chef und du bist mein Mitarbeiter(in).

Wenn jedoch das Ergebnis betrachtet würde, kämen mache Chefs ins Schwitzen, denn im Berufsalltag wird mehr als einmal bewiesen, dass die Ergebnisse der Chefs schlechter wären, wenn man deren Anweisungen 100% umgesetzt hätte.

Dies soll aber kein Schimpfartikel über Chefs werden, sondern dazu beitragen sich mit dem Gedanken:

Dagegen ? Dafür

etwas näher zu befassen. Speziell, wenn es um das Dagegen ? Dafür im persönlichen Bereich geht. Auch hier werden von jedem viele Male am Tag die Entscheidung abverlangt: Bin ich Dagegen ? Dafür.

Das größte Anwendungsgebiet ist sicherlich die Kindererziehung. Kinder sind ab einem bestimmten Alter generell gegen die Anweisungen der Eltern, Großeltern. Dieses NEIN scheint eine automatisierte Reaktion zu sein, denn die Gegenreaktion scheint es auch zu sein. Und so findet ein „Spiel“ statt an denen die Kinder viel mehr Spaß haben als die Erwachsenen. Doch die Erwachsenen verhalten sich meist ganz ähnlich wie deren Chefs, nur dass in diesem Spiel die Kinder die Mitarbeiter sind.

Erkennen Sie Parallelität?

Wenn in dieser Situation bei den Erwachsenen jedoch ihre alten eigenen Erfahrungen nicht greifen sollen, erfordert dies ziemlich viel Mut. Mut zu erkennen, dass hier unterbewusste Programme aktiv werden können. Es sind meist die eigenen Erfahrungen mit ähnlichen Situationen im Alter in dem jetzt das eigene Kind ist. Jetzt ist ein entscheidender Punkt: Folge ich dem eigenen alten Programm oder frage ich mich:

„Was ist da gerade?“

und fälle eine Entscheidung die dem IST (was ist da gerade) entspricht.

Eine sehr spannende Situation, wie ich finde. Noch spannender finde ich, wie die Kinder mit diesen Situationen umgehen. Zielstrebig, hartnäckig, herzzerreißend, usw. Irgend wie sind sie auch gegen das was IST. Na klar, ihr Ego hat auch schon eine Machtposition eingenommen und sie lernen sehr schnell.

Und so geht das Spiel im Leben der Menschen immer weiter. Sind die Kinder dann erwachsen und haben selbst Kinder, findet auf dem Level deren aktuellen Zeit das gleiche Spiel weiter statt.

Es bisschen ist so, als ob wir heute schon wüssten was am 90 isten Geburtstag geschieht. Ja, das Gleiche wie am 40 igsten, nur mit Stock.

Jetzt könnte die Frage auftauchen: Was soll ich dagegen tun?“

Stimmt, denn die Frage kam mir auch, als ich vor längerer Zeit das erste mal über das Thema ernsthafter nachgedacht habe. Mir kam nur nicht in den Sinn einen Artikel darüber zu schreiben. Ich hatte es einfach nicht für wichtig empfunden. Es gab allerdings auch noch keine 6 jährige Ekeltochter die das Spiel hervorragend beherrscht.

Meine aktuelle Lösung ist sicherlich nicht viel anders als Ihre. Deals heißt bei mir das Zauberwort. Aber Vorsicht: Kinder beherrschen dieses Spiel ebenfalls sehr gut.

Wer geht meist als Gewinner vom Platz beim Deal?

Natürlich die Kinder. Doch viel wichtiger ist dabei die Herausforderung an mich. Ich als Erwachsener bin jetzt wie ich es gerne nenne zum …

QUERDENKEN

aufgefordert. Der Bereitschaft immer wieder neu zu lernen, denn die „Tricks“ der Kinder sind auf neuestem Niveau. Das hat für mich den Vorteil, dass ich nicht nur ständig gefordert werde, sondern den Ehrgeiz besitze mithalten zu wollen. Und das heißt lernen und nochmals lernen wollen. Dafür habe ich eine Formel in Anwendung. Sie lautet:

QUERDENKEN = Die Bereitschaft immer neu zu lernen

Mir hilft diese Formel nicht nur im privaten Alltag, sondern noch viel mehr bei der Zusammenarbeit mit meinen Klienten.

Haben Sie für sich auch so eine Formel gefunden? Wenn NEIN, dann versuchen Sie doch einmal diese Formel. Eine Erfahrung mehr ist sie sicherlich wert.

Karlheinz K. Matten

NEUSTART im JETZT ist QUERDENKEN

Eine etwas andere Ostergeschichte

Eine etwas andere Ostergeschichte

Jedes Jahr zur Osterzeit hören wir die dazu gehörigen Geschichten.

Einerseits erzählen Eltern ihren Kindern die Geschichte mit dem Osterhasen. Andererseits erzählen Religionen (Christen) in Deutschland die Geschichte von der Kreuzigung Jesus und die Wiederauferstehung nach drei Tagen. Soweit so gut.

Obwohl der Mensch es geschafft hat, mit seinem Verstand (?), auf den Mond zu fliegen und viele andere Errungenschaften herbeigeführt hat, bringt er es heute immer noch nicht fertig seinen Kleinkindern die Geschichte vom OSTERHASEN wahrheitsgetreu zu erzählen. Genauso wenig bringen es die Religionen fertig die Wahrheit über die Wiedergeburt zu verkünden. Nämlich die Wahrheit des ewigen LEBENS für alle Menschen.

Aber warum ist das so?

Warum bringen wir heute noch unseren Kindern bei, dass der Osterhase die Eier legt? Warum werden heute noch die Eier zu Ostern an die Sträucher in unseren Gärten gehängt?

Warum wird heute noch von den Religionsvertretern an Ostern nur von der Wiedergeburt Jesus berichtet? Warum lässt die Kirche die Wiedergeburt jedes Menschen zu? Warum macht die Kirche den Gläubigen immer noch Angst vor dem „Jüngsten Gericht“?

Warum?

Die Lüge vom Osterhasen ist spätestens, wenn das Kleinkind älter geworden ist, von den Eltern nicht mehr zu halten. Die Geschichte von der Wiedergeburt (nur Jesus) bzw. dem Jüngsten Gericht hält sich hingegen sehr hartnäckig. Sie wird von den meisten Christen in meinen Augen zumindest nicht ernsthaft hinterfragt.

Für mich ist dies alles weder RICHTIG noch FALSCH. Es ist einfach so wie es ist. Das ABSOLUTE (Gott oder wie immer es auch genannt wird) will sich selbst erfahren, sich ausdrücken.

Puuuuuhhhhh, was ist das denn, wird sich der eine oder andere jetzt fragen.

Dabei ist es ganz einfach: Alles was wir als Mensch im AUSSEN erfahren ist der aktuelle Ausdruck von dem was IST. Wir Menschen sind jedoch mit dem was IST (aktuelle Lebenssituation) meist nicht einverstanden. Es soll so sein wie ICH (Verstand) es will. Für dieses so wie Ich es will, werden ungeheuere Kräfte mobilisiert um eine Veränderung herbei zu führen.

Wenn wir jedoch einerseits unsere eigene Vergangenheit betrachten, stellen wir sehr oft fest, dass diese Bemühungen für eine Veränderungen nichts gebracht oder nur wenig verändert haben. Die dafür verbrauchte Energie für die Bemühungen waren jedoch erheblich. Und trotzdem ist das Ergebnis aus all den Anstrengungen aus der Sicht des Verstandes nie zufriedenstellend. Damit geht es in die nächste Runde, denn der Verstand hat viele Argumente um die nächste Runde zu rechtfertigen.

Wie: Das Ziel ist noch nicht erreicht. Das Ergebnis ist noch nicht gut genug. Und so landen wir in der sogenannten „HAMSTERRAD- Variante“.

Anderseits besteht die Möglichkeit, dass das AUSSEN (sichtbare Welt) uns genau das zeigt, was uns gefällt. Auch hierfür hat der Verstand (Ego) eine passende Antwort. Ja, genau davon will ich mehr haben und dieses mehr „HABEN-Wollen“ zeigt sich z.B. in der Form von:

– mehr Geld haben wollen,
– ein größeres Haus haben wollen,
– ein schöneres Auto haben wollen,
– mehr Erfolg (Job, Beziehung) haben wollen,
– usw.

Ergebnis davon ist: Ein „LUST-Kreislauf“ entsteht ohne dem Bewusstsein, dass sich in der Dualität der Pendel auch wieder in die andere Richtung bewegen wird. Das Spiel des „HABEN wollen” (Lust, Vorlieben) und das Spiel des „NICHT-HABEN wollen“ (Schmerz, Abneigung) findet somit kein Ende.

Eine Erfahrung bleibt. Beide Varianten führen dazu, dass das Bild der aktuellen Lebenssituation eine Veränderung erfahren soll. Beide Varianten haben das Ziel, das was IST zu verändern.

Nur wenige Menschen kommen auf den Gedanken, das was IST so zu belassen wie es IST. 

Es wird gern als „Stehen bleiben“ bezeichnet, obwohl sich das IST (Lebenssituation) ständig verändert. Doch genau diese Veränderung des jeweiligen IST will der Mensch nicht sehen. Will der Verstand nicht sehen.

Wird jedoch dieses IST seitens des Verstand nicht mehr bekämpft, werden oftmals zwei Dinge festgestellt:

… die Manipulationskraft lässt nach, die im Grunde ständig die eigene VORSTELLUNG des EGO-Verstandes zur Realität (IST) machen will und die die KONTROLLE über das Leben haben möchte

… in der Lebenssituation zeigt sich eine ungeahnte Richtung für eine Lösungsvariante, die wie aus dem NICHTS aufsteigt und alles wieder in eine universelle Ordnung bringt

Es wird möglicherweise wirklich zum 1. Mal erlebt, dass eine viel größere Kraft, als unsere Gedanken (Verstand) das Leben lenkt.

Viele haben dann ein Gefühl von:

– mir ist ein Stein vom Herzen gefallen
– was für eine Erleichterung (Frieden kehrt ein)
– usw.

Dahinter steckt in Wirklichkeit ein Leben in Freiheit von der Identifikation mit Erscheinungen (z.B. Gedanken) und dessen leidhafter Erfahrung. Alles zu durchschauen und das zu sein, was der Mensch wirklich ist. Die Akzeptanz des eigenen SELBST. Zu akzeptieren, dass es gut ist, was ICH BIN.

In diesem Sinne wünsche ich ein frohes OSTERFEST.

Ihr

Karlheinz K. Matten