Unternehmensplanung – internes Werkzeug oder nur Finanziererbefriedigung?

» Gepostet von am Jan 23, 2018 in Allgemein, Baubranche | Keine Kommentare

Unternehmensplanung – internes Werkzeug oder nur Finanziererbefriedigung?

Heute fasse ich absichtlich verspätet ein heißes Eisen an. Die Unternehmensplanung. Da ich mich mit meiner Tätigkeit schwerpunktmäßig in der Baubranche und deren Nachunternehmerbereich heimisch fühle, fasse ich dieses „heiße Eisen“ gerne einmal an.

Aus meiner Perspektive betrachtet, ist es so, dass nur ganz wenige Unternehmungen unterhalb der 20 Mio.€ Jahresleistung eine Unternehmensplanung (mit Plan-G+V, Bilanz, Liquidität) aus der Arbeitskalkulation heraus im Einsatz haben. Warum?

gängige Begründung:

Alles viel zu aufwendig – dafür haben wir keine Zeit.

OK, dann ist es eben so.

Benötigt die Unternehmung jedoch, ganz gleich aus welchem Grund auch immer, eine finanzielle Unterstützung seitens der Hausbank ist das Thema Unternehmensplanung schneller auf dem Tisch als es der Unternehmensleitung meist lieb ist. Genau jetzt wird eine solche Planung zum ungewollten Kostenfaktor und schon gar nicht als ein wichtiges Steuerungsinstrument der Unternehmensleitung angesehen.

In solchen Situationen höre ich sehr oft die Aussage: Wann sollen wir noch bauen?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Erstellung einer Unternehmensplanung mit Kosten (AGK-Kosten) verbunden ist.

Doch für wen ist die Unternehmensplanung eigentlich gedacht?

Wem soll dieses Tool Dienste leisten?

Der Bank?

Dem Unternehmen?

Alles Fragen die in der Beantwortung kaum unterschiedlicher ausfallen könnten.

Frage: „Haben Sie sich mit der Frage der Unternehmensplanung ernsthaft auseinander gesetzt?“ „Zu welcher Antwort sind Sie dabei gekommen?“

Genau diese Antworten interessieren mich sehr. Immer wieder tausche ich mich gerne mit Unternehmer(innen) zu dieser Frage aus. Gerne auch mit Ihnen.

In den bereits erwähnten Firmengrößen kommt es immer noch mehrheitlich zur Aussage: Brauchen wir nicht bzw. sollen die größeren Firmen machen, die haben auch das Geld dazu.

Aussagen die im Raum stehen und zunächst auch zu akzeptieren sind.

Doch was versteckt sich hinter diesem Verhalten?

Aus meiner praktischen Erfahrung heraus: Meist Unwissenheit. Unwissenheit darüber, was eine Unternehmensplanung in der Lage ist zu leisten. Es wird selten erkannt, dass die Forderungen von Finanzierern ein Abfallprodukt aus der Unternehmensplanung ist. Zu erkennen, dass Unternehmensplanung mit Führung und Steuerung der Unternehmung zu tun hat, wird immer noch mehrheitlich verkannt.

Sicherlich ist es nicht ganz einfach das richtige Tool zu finden das den eigenen Anforderungen gerecht wird.

Doch es gibt sie.

Sie finden sie wie den erforderlichen Nachunternehmer für ihr Bauvorhaben. Sollten Sie nicht fündig werden, schreiben Sie mir eine Mail oder sprechen mich telefonisch an. Ich selbst habe auch lange gesucht, bis ich das richtige gefunden habe. Die für mich richtige Software (seit dem Jahr 2000 im praktischen Einsatz) könnte möglicherweise auch Ihnen eine praktische Hilfe sein.

Doch viel wichtiger erscheint mir an dieser Stelle zu sein, sich selbst die Frage zu stellen:

Ist eine Unternehmensplanung für mich wichtig genug? JA oder NEIN?

Erst dann kommt die zweite Frage: Wie will ich es tun?

Hier sind in der Praxis sehr viele Varianten vorzufinden. Mir geht es hier nicht darum zu beurteilen, was gut oder schlecht ist, sondern welche Ergebnissicherheit bringt die jeweilige Variante für das Unternehmen.

In dieser Situation sind Sie als Unternehmer(in) gefordert.

Nur das zählt.

Einen zusätzlichen Aufwand zu betreiben ohne ein besseres Ergebnis zu erzielen muss als „Quatsch“ bezeichnet werden und wird auch von mir kaum befürwortet werden. Und trotzdem sollte man als Unternehmer(in) es nicht unterlassen, sich von Zeit zu Zeit geeignete Tools anzuschauen, um die eigene Effektivität zu überprüfen.

Es ist ein bisschen wie bei den Minibaggern die heute in der Effektivität die Handarbeit bei weitem übersteigen. Oder so wie Sie sich die Konditionen für ihre KK-Linien(-Erweiterung) in guten Zeiten sichern sollten, sollten Sie sich die Vorteile einer effektiven Unternehmensplanung in guten Zeiten aufbauen und nicht erst, wenn die zwingende Notwendigkeit eingetreten ist.

In diesem Sinne hoffe ich wieder einmal auf ein „heißes Eisen“ aufmerksam gemacht zu haben und wünschen allen Leser(innen) in ihrem unternehmerischen Wirken einen ergebnisreichen Tag.

Karlheinz K. Matten
NEUSTART im JETZT ist QUERDENKEN

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