Probleme, Probleme, Probleme

Probleme, Probleme, Probleme

Probleme, Probleme, Probleme …

… das klingt für viele Menschen nach einer großen Aufgabe, Herausforderung. Es ist auch oftmals der Moment, in dem man dann den Mut verliert, weil es scheinbar keine Lösung gibt. Die eigene Erfahrung sagt leider zu oft, dass es zu schwierig ist, dieses Problem zu lösen.

Doch ist es wirklich so?

Natürlich ist es viel einfacher zum nächsten Vorgesetzten, dem Kollegen, zur nächsten Besprechung zu gehen und dort das Problem loszuwerden. Obwohl die eigene Erfahrung beweist, dass schon sehr viele Probleme bewältigt werden konnten, scheint es mit der Zeit dem eigenen Verstand lästig zu werden immer wieder die Probleme anderer zu meistern. Das heißt, dass die eigenen Fähigkeiten sehr wohl vorhanden sind, um ein Problem zu meistern, jedoch der Eindruck entstanden ist, dass das Leben scheinbar nur noch aus Problemen besteht.

Ist das so?

Wenn das Verhalten der arbeitenden Menschen angeschaut wird, könnte dieser Eindruck sicherlich entstehen. Der Zustand der Erde spiegelt das Menschenbild ja deutlich wieder.

In manchen Industriezweigen ist bis in den heutigen Tag festzustellen, dass es den Unternehmen nicht an Auftragsbestand mangelt. Im Gegenteil, das Problem ist qualifiziertes Fachpersonal gewinnen zu können. Alles wird zum Problem erklärt. Aus allem wird ein Problem gemacht. Sei es eine Beziehungsangelegenheit, eine nicht übereinstimmende Situationsbeurteilung mit einem Vorgesetzten, usw. und so fort.

Obwohl die eigene Erfahrung beweist, dass all diese Probleme schon so oft im eigenen Leben bewältigt werden konnten, scheint es in der heutigen Zeit schwierigen geworden zu sein, dieses zu wiederholen.

Warum ist das so?

Ich glaube, es hängt damit zusammen, dass wir Menschen einfach vergessen haben uns daran zu erinnen, wie vergleichbare Probleme schon bewältigt worden sind. Ich bin mir bewußt, dass eingewandt werden kann, dass die Problemsituation eine ganz andere sein kann. Natürlich. Das ist aber in meinen Augen nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass jeder Fähigkeiten in sich trägt, um Probleme zu lösen bzw. zu meistern. Die Frage die sich für mich auftut ist:

Warum wiederholen die Menschen nicht das, was funktioniert bzw. funktioniert hat?

Jeder weiß recht gut, was in seinem Leben funktioniert und was nicht funktioniert. Privat wie auch geschäftlich.

Warum tun wir das, was funktioniert, zu wenig oder immer weniger?

Wir alle hatten doch bereits Augenblicke, in denen wir das Funktionieren liebten, ja richtig Spaß und Freude verspürten. Natürlich waren dabei gewisse Schwierigkeiten aufgetreten, doch der Spaß und die Freude hatten überwogen.

Was ist geschehen? Was hat sich verändert?

Vieles hat sich verändert, denn es gibt nur eine Konstante und heißt Veränderung. In jedem Augenblick verändert sich irgend etwas. Was jedoch auffällig ist, dass die Geschwindigkeit der Veränderungen zugenommen hat. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass wir Menschen sehr viele Fortschritte bzgl. der technischen Errungenschaften erreichen konnten. Denken wir einfach an die Möglichkeiten des Internets. Eine Information zu erhalten oder zu verbreiten ist inzwischen einer Sekundenangelegenheit geworden. Im Positiven wie auch im Negativen.

Welche Feststellungen können wird daraus ableiten?

Es scheint offensichtlich zu sein. In der gleichen Zeit z.B. 8-Stunden Tag, muss eine wesentlich höhere Anzahl von Informationen vom Menschen verarbeitet werden. D.h aber auch, dass die Anzahl der möglichen Probleme zunehmen kann. Dies scheint in der heutigen Zeit zutreffend zu sein. Daraus ergibt sich für mich wieder eine Frage:

Können die aktuellen Arbeits-Methoden (Konzepte) überhaupt noch den immer mehr ansteigenden zu lösenden Problemfälle gerecht werden? Sind die erforderlichen Reaktionen auf die jeweilige Situation vom Menschen zu bewältigen?

Für mich wird sichtbar, dass bei steigender Informationsflut die möglichen Probleme ebenfalls steigen werden. Dies kann leicht nachvollzogen werden, wenn man sich das aktuelle Weltgeschehen nur betrachtet. Ganz gleich ob man das Familienleben, das Firmengeschehen, das Religionsgeschehen oder das Politikgeschehen betrachtet. Überall Probleme, Probleme nichts als Probleme.

Je größer eine Institution (Familie, Firma, Gemeinde, Stadt, Staat) ist, um so größer scheinen die Probleme zu werden.

Wie könnte eine Lösung aussehen?

Wenn wir Menschen uns dazu entscheiden könnten, nicht mehr an den alten Gewohnheiten, die nicht zum Wohle aller Menschen funktionieren, einfach nicht mehr anwenden, könnte dies ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. Doch …

… warum tun wir es nicht? Warum neigen wir dazu die Probleme zu vermehren?

Es bedarf doch nur einer Entscheidung. Der Entscheidung, dies oder jenes einfach nicht mehr zu tun. Der Entscheidung eine Veränderung herbeizuführen, die dem Wohl ALLER dient. Die Wissensstände bei den Entscheidungsträgern sind alle vorhanden bzw. es kann auf diese zugegriffen werden. 

Was ist für eine solche Umsetzung noch erforderlich?

Der eigene, verspürte Wunsch der Entscheidungsträger nicht mehr an den Verhaltensweisen, die nicht mehr dem aktuellen Wohl aller Menschen dienen, festzuhalten.

P.S. Entscheidungsträger ist jeder Mensch und damit in der Verantwortung.

Karlheinz K. Matten
Lernen zu VERSTEHEN, WAS IST

Wer bin ICH? – Warum bin ICH hier?

Wer bin ICH? – Warum bin ICH hier?

Als ich mir selbst die Frage immer wieder gestellt habe, wurde ich eines schönen Tages davon überrascht, welcher Zusammenhang zwischen den beiden Fragen besteht. Lange Zeit habe ich überhaupt nicht verstanden, dass es zwischen den beiden Fragen einen Zusammenhang gibt, oder besser gesagt, war mein jeweiliger Bewusstseinszustand einfach noch nicht bereit diesen Zusammenhang zu erkennen.

Dies ist nicht schlimm, sondern nur ein Zeichen dafür, dass ich wie auch alle andere Menschen in ihrem eigenen Tempo an die Beantwortung dieser Fragen heran geführt werde. Mit dem eigenen EGO solche Antworten zeitlich zu erzwingen hat zumindest bei mir nicht funktioniert.

Als ich mir, die Frage: „Wer bin ICH?“ wieder einmal in aller Tiefe stellte, war eine dominante Überschrift in der Antwort. Ich bin ein menschliches WESEN mit schöpferischer MACHT. Darauf hin folgten weitere Antworten die alle mit:

Ich bin

… begannen und sie waren sehr eng mit einem SEINS-Zustand verknüpft. Wie zum Beispiel …

– ich bin ein menschliches Wesen
– ich bin erfolgreich
– ich bin zornig
– ich bin ein Diener für Menschen
– ich bin ein Egoist
– ich bin ein Macher
– usw.

Doch als ich auf die Idee kam, die erste Frage mit der zweiten Frage „Warum bin ich hier“ zu kombinieren, ist in mir ein „Groschen“ gefallen. Der Groschen gefallen hieß: Die Antwort auf die erste Frage war gleichzeitig die Antwort auf die zweite Frage. D.h. wenn nach der ersten Frage …

Wer bin ich? – die Antwort kam: Ich bin erfolgreich,

dann lautet die Antwort auf die zweite Frage:

Warum bin ich hier? – Ich bin hier, um erfolgreich zu sein.

Klingt möglicherweise etwas komisch und doch so logisch. Wenn die erste Antwort als eine getroffene Wahl meines ICH gesehen werden kann, dann kann ich daraus ableiten, dass die zweite Antwort die Aufforderung des ICH ist, es auch zu tun.

Täglich praktizieren wir diesen Vorgang auch in Verbindung mit einer meist über die 5 Sinne aufgenommenen äußeren Information. Diese „Spielwiese“ nutzt unser EGO-Verstand all zu gerne, um eine reaktive Antwort zu präsentieren. Und so kann es geschehen, dass das ursprüngliche „Wer bin ICH“ überlagert wird.

Das wahre ICH (Wer bin ich) wird in seiner Antwort immer das eigene höchste Wohl wie auch das höchste Wohl aller Beteiligten berücksichtigen. Ist dem so, dienen wir dem großen GANZEN und nicht nur dem eigenen EGO.

Grundsätzlich lässt mich (uns) die Wirkungsseite erfahren, was auf der Ursachenseite (Frage: Wer bin ich? – Warum bin ich hier?) als Antwort gegeben wurde.

Es wird aber auch erkennbar, dass dieser Vorgang nicht nur in mir (uns) selbst so abläuft, sondern auch beim Aufeinandertreffen mit einer anderen Person oder einer Gruppe von Menschen.

Zusammengefasst bedeutet dies: Die Antworten auf die Fragen …

– Wer bin Ich? und …
– Warum bin Ich hier?

… werden mir (uns) immer wieder im AUSSEN gespiegelt. Dabei spielt es keine Rolle, wer die Antwort (mein wahres ICH oder EGO-Verstand) gegeben hat. Oder anders gesagt: Im AUSSEN werden mir (uns) immer meine Antworten bestätigt, auch wenn ich (wir) es manchmal nicht wahr haben will.

Ich hoffe, das hat Ihnen gedient. Ich hoffe, es hilft Ihnen weiter und ich freue mich darüber, wenn Sie sich den wichtigen Fragen wieder einmal stellen und dadurch eine höhere Lebensqualität erreichen können.

Karlheinz K. Matten