Reagieren ? Nicht-Reagieren

Reagieren ? Nicht-Reagieren

Speziell bei unangenehmen Situationen fällt es uns Menschen immer wieder schwer nicht auf die jeweilige Situation zu reagieren. Die meisten werden jetzt auch sagen: Das ist doch ganz normal, schließlich will ich diese Situation nicht haben und damit muss sie„wegreagiert“ werden.

Doch muss dieses sofortige Reagieren wirklich sein?

Stellen Sie sich bitte einmal jetzt eine für Sie recht unangenehme Situation vor.

Gefunden? Prima.

Würden Sie dann auch den Satz: Mein Leben würde sich sehr verbessern, wenn dieses Problem gelöst wäre, befürworten?

Ja?

Dann ergänzen Sie noch bitte den folgenden Satz um Ihren Sprachgebrauch: 

Diese Situation ist einfach nur …

Haben Sie? Prima.

Nun betrachten Sie bitte ganz genau, was in Ihnen passiert, wenn Sie das nicht bekommen, was Sie haben möchten.

Können Sie die unangenehmen Empfindungen in sich spüren, oder erfolgt bei Ihnen eine sofortige Reaktion auf die Situation?

Sofortige Reaktionen führen meist dazu, dass die zweite Person Ihre Reaktion als sehr heftig empfindet und so ein gegenseitiges „Hochschaukeln“ der Situation unvermeidbar wird. Um dieses Ihnen bewusster zu machen schauen Sie sich doch einmal das folgende Bild an.

Können Sie erkennen, dass es die unangenehme Empfindung gibt, aber Ihre Reaktion war irgendwie nicht aufzuhalten?

Wie oft haben Sie im Nachhinein Ihre Reaktion bereut? Sie wollten eigentlich gar nicht so heftig reagieren.

Ist dem so, empfehle ich Ihnen sich dieses Bild auszudrucken und nach solch einer unangenehmen Situation sich dieses Bild immer wieder in Erinnerung zu rufen. Fangen Sie bei Kleinigkeiten an, denn so können Sie sich mit der Zeit an immer unangenehmere Empfindungen heranwagen ohne gleich zu resignieren. Denn die Gefahr der eigenen Aussage: Ich bin halt so, ist groß. Ja, das mag so sein, aber die wichtigere Frage ist:

„Will ich wirklich immer wieder in solchen Situationen so reagieren?“

Sich bewusst werden, dass Reaktionen auf unangenehme Situationen nichts anderes sind, als eine selbst zugelegte Gewohnheit (inneres Programm) hilft Ihnen möglicherweise diese Gewohnheiten abzuschwächen, im Idealfall zu unterlassen. Es ist eine Entscheidung, die nur von Ihnen selbst getroffen werden kann.

Sollten Sie jedoch Ihre Gewohnheiten sehr lieben, dann empfehle ich Ihnen jetzt sofort aufzuhören weiter zu lesen, geschweige sich mit dem Bild näher zu beschäftigen. Dafür ist mir Ihre Zeit viel zu heilig.

Sollten Sie sich jedoch mit dem Bild näher beschäftigen wollen, bitte ich Sie immer darauf zu achten, dass Sie Ihre Aufgabe: 

In der Lücke zwischen …

  • der Situation
    und
  • unangenehmen Empfindungen 

zu bleiben und eben nicht reagieren – wirklich beherzigen.

Sollten Sie trotz mehrfachem Üben zur Erfahrung gelangen, dass dies bei Ihnen noch nicht funktioniert, dann haben Sie an sich selbst erfahren wie stark doch noch Ihre Gewohnheiten ausgeprägt sind. Denken Sie bitte immer daran, wie lange Sie sich Zeit gelassen haben sich diese Gewohnheit zuzulegen. Geben Sie sich selbst eine Chance das zu TUN, was Sie aus tiefstem HERZen wollen.

Spätestens wenn Sie die erste positive Erfahrung mit dem „Nicht-Reagieren“ gemacht haben, werden Sie immer intensiver erkennen welche Aufgabe Sie eigentlich in solchen Situationen haben.

Den möglichen Spaß, die Freude und die Lebensqualitätsverbesserung wird Ihnen niemand mehr nehmen können.

 

Dies wünscht Ihnen aus tiefstem HERZen …

Karlheinz K. Matten

VERÄNDERUNG im JETZT ist WAHRHEIT

Unsere lieben Gewohnheiten

Unsere lieben Gewohnheiten

Haben Sie auch schon festgestellt, dass es immer wieder dazu kommt, dass bei wiederkehrenden Situationen gleiche Reaktionen von Ihnen erfolgen?

An was liegt das?

Es sind einfach Abspeicherungen (alte Muster) die sich mit der Zeit entwickelt haben und in Ihnen gespeichert wurden. Diese Abspeicherungen haben im Alltag einen großen Nutzen. Denken Sie einfach einmal an das Autofahren. Währen Ihre Abspeicherungen nicht vorhanden, müssten Sie ja jeden Tag das Autofahren neu lernen. Doch Abspeicherungen haben aber auch Nachteile. Nämlich, wenn die Abspeicherung durch die täglichen Situationen Änderungen erfahren hat. Denken Sie einfach einmal an die Aktualisierungen Ihres Mobiltelefons. Die Bedienung hat sich möglicherweise geändert. Die Bereitschaft der Veränderungsannahme ist jedoch beim Handy sehr hoch.

Wie sieht es bei den wenigen geliebten Veränderungen im (Berufs)Alltag aus?

Die Bereitschaft im Vergleich zum Handy ist gravierend. Sei es ein neues Kassensystem im Einzelhandel, eine neue Ausführungsmethode im Baugewerbe, neue Vorschriften bei der Steuererklärung, und viele weite Veränderungen aus Politik und Wirtschaft.

Oft genug können wir als Mensch erleben, dass es immer wieder um die gleichen Themen geht, wenn es zu Stresssituationen (Meinungsverschiedenheiten) geht. Die Diskussionen verlaufen immer wieder mit den gleichen Worten, nach dem selben Strickmuster und enden meist auch mit denselben Schlussworten, bevor es schlussendlich im Streit ohne Ergebnis endet.

Dies muss nicht sein: Diese Gewohnheiten (alte Muster) können geändert werden, wenn …

  • erkannt wird, dass es eine Gewohnheit (Muster) ist.

Denn nur was dem Menschen bewusst ist, kann auch vom Menschen wieder verändert werden. Dem Menschen fällt es jedoch sehr schwer alte Gewohnheiten bleiben zu lassen. Was ihm scheinbar leichter fällt ist, sich etwas Neues anzugewöhnen.

Wenn er dies mit Spaß und Freude machen kann oder darf, vergisst er die alten Gewohnheiten recht schnell.

Eine „Spassbremse“ bei Veränderungen ist die Erwartungshaltung. Erwartungen erzeugen Druck, auch bei anderen. Selbst eine nicht ausgesprochene Erwartung kommt auf energetischem Weg beim anderen an. Das wissen nur nicht so viele Menschen. Eine Erwartungshaltung einem anderen Menschen gegenüber projiziert das, was Sie von sich selbst erwarten, auf einen anderen.

Lenken wir hingegen die Aufmerksamkeit auf uns selbst hat die „Spaßbremse“ keine Chance mehr. Die Frage: „Was fehlt mir in diesem Augenblick, was ich von einem anderen erwarte?“ kann entfallen, wenn Sie dafür Sorge tragen, dass Sie sich selbst wohl fühlen. Damit wird die Aufmerksamkeit auf sich selbst gelenkt und die Erwartungshaltung kann verschwinden.

Im Zwiegespräch oder in Besprechungen entsteht oftmals beim Gegenüber Druck, was ihn dazu veranlasst, dass er „dicht“ macht und sich abwendet. Ist der Druck jedoch nicht vorhanden, kann sich der Gesprächspartner öffnen, vielleicht sogar auf Sie zukommen.

In meiner täglichen Arbeit mit Unternehmern arbeite ich generell mit Bildern. Bilder haben den Vorteil, dass der Verstand damit beschäftigt ist und dadurch ist er bereit seine Kontrolle zu vermindern.

Wichtiger Hinweis an dieser Stelle.

Sollten Sie zu Veränderungen, sprich sich von alten Gewohnheiten wirklich trennen wollen, werden Sie feststellen müssen, dass dann Ihr Umfeld rebellieren wird. Das liegt einfach daran, dass deren Verstand viel lieber Ihre alten Gewohnheiten behalten möchte, statt sich auf eine womöglich neue veränderte Person einzustellen. Die Menschen Ihres Umfeldes wollen also unbedingt und um jeden Preis am Alten festhalten, also dass Sie so bleiben wie Sie waren. Das heißt, Ihr Umfeld kann und wird meist auch zu einer „Spaßbremse“.

Im Wirtschaftsleben tragen all diese Faktoren meist zum Scheitern von Erfolgskonzepten bei.

Sind Sie ein veränderungswilliger Mensch, dann lassen Sie sich bitte nicht entmutigen, sondern lächeln einfach, weil Sie ja wissen, dass es ein unbewusster Versuch von den anderen ist, die an Altem festhalten. Und wenn Sie in Ihrer Verankerung bleiben und Ihre Aufmerksamkeit in der gewünschten Veränderungsrichtung belassen, lässt mit der Zeit auch der Widerstand Ihres Umfeldes nach.

Wissen heißt hier:

Sie können Ihr Umfeld nie verändern – nur Sie können sich verändern.

Dadurch, dass Sie sich verändern, wird sich auch Ihr Umfeld verändern. Doch in welche Richtung sich Ihr Umfeld verändern wird, unterliegt wiederum einzig und allein der Entscheidung Ihres Umfeldes.

Karlheinz K. Matten
NEUSTART im JETZT ist QUERDENKEN