Bringt uns das TUN, TUN, TUN als erste Priorität wirklich zum Ziel unserer Wünsche?

Bringt uns das TUN, TUN, TUN als erste Priorität wirklich zum Ziel unserer Wünsche?

Genau dieser Frage bin ich vor geraumer Zeit nachgegangen. Denn in meinem Leben musste ich schon zu oft feststellen, dass das ständige TUN, TUN, TUN recht anstrengend sein kann. Aus diesem Grund habe ich nach einem Weg gesucht, der weniger anstrengend ist und gleichzeitig ein gleiches oder noch besseres Ergebnis mir beschert.

Bei meinen Nachforschungen habe ich zwei einfache Kriterien herangezogen. Nämlich …

  • das was ich mag
    und
  • das was ich nicht mag

… um mein Ziel zu erreichen. Dabei konnte ich feststellen, dass die Liste „Was ich nicht mag“ sehr schnell viele Strichaufzählungen hatte und bei der Liste „Was ich mag“ tat ich mir erstaunlicherweise etwas schwerer.

Sollte es eigentlich nicht umgekehrt sein?

Auch dieses untersuchte ich genauer und tauschte mich mit viele Menschen diesbezüglich aus.

Ergebnis: Die Mehrheit der Menschen haben eine längere Liste, was sie nicht mögen.

Die Gemeinsamkeiten der Liste „Was die Menschen nicht mögen“ gab Aufschluss darüber. Es stellte sich heraus, dass Umstände (was nicht gemocht wurde) darüber entschied, was die Menschen fühlen. Die Umstände waren durch das TUN von Anderen entstanden. So entstand eine „Schmerzkette“ mit vielen Gliedern (Umstände) die immer wieder die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zog. Dies löste auch immer wieder ein schlechtes Gefühl bei den Menschen aus. Und jeher sie mit anderen Menschen darüber sprachen und darüber nachdachten, um so länger wurde die „Schmerzkette“. Um so länger die Schmerzkette wurde, umso negativer war die Einstellung zum eigenen Leben.

Wir komme ich aus dieser „Schmerzkette“ heraus?

Es sind viele Bücher zu diesem Thema veröffentlicht worden und trotzdem wir niemand um die persönliche Entscheidung herumkommen, was für ihn richtig und falsch ist. Es ist möglich sich ein ganzes Leben damit zu beschäftigen, herauszufinden welches Verhalten richtig und welches als falsch zu bezeichnen wäre und unter welchen Umständen was richtig oder falsch wäre.

Mit der Zeit habe ich gelernt, dass es reine Zeitverschwendung ist, sich nur eine Minute mit unguten Gefühlen zu beschäftigen. Weiter habe ich gelernt, dass mein eigenes Leben umso besser wurde, je schneller es mit gelungen ist mich wieder besser zu fühlen. Das aller Beste zeigte sich in meiner Businesstätigkeit in der ich auch anderen immer bessere Hilfestellung geben konnte.

Eine weitere Erkenntnis zeigte sich:

  • ich kann mich für Gedanken entscheiden, die sich gut anfühlen
    und
  • ich kann mich für Gedanken entscheiden, die sich nicht gut anfühlen

Aber ganz gleich wie ich mich auch entscheide – es ist immer meine Entscheidung. Daraus folgte für mich:

Ich musste niemandem mehr die Schuld für irgendetwas geben, denn die Schuldzuweisung zu einem anderen hat mir nicht geholfen und dem anderen hat es auch nicht weitergeholfen.

Und noch eine Erkenntnis kam in mir hoch:

Wenn ich Umständen erlaubte, über meine Gefühle zu entscheiden, saß ich immer in einer Falle. Doch in dem Moment, als ich meine Gedanken kontrollierte und achtete darauf wie ich mich fühlte, verspürte ich immer mehr ein Gefühl von FREIHEIT.

Aufgrund der Tatsache, dass sich in dieser großen Welt so viele Menschen mit so vielen unterschiedlichen Ansichten zu RICHTIG und FALSCH tummeln, werde ich immer wieder Dinge beobachten, mit denen ich nicht übereinstimme.

Meine größte Freude entdeckte ich, als ich anfing anzuerkennen, dass unterschiedliche Menschen …

  • unterschiedliche ENTSCHEIDUNGEN treffen,
  • an andere DINGE glauben,
  • andere DINGE wollen,
  • sich unterschiedlich verhalten.

Diese Akzeptanz verhalf mir zu meiner größten FREIHEIT und FREUDE. Ich fühlte mich nicht mehr bedroht durch andere.

Meine abschließende Erkenntnis:

Zunächst hatte ich ein Problem damit, wer darüber entscheiden soll, was eigentlich RICHTIG und FALSCH ist. Auch glaubte ich, dass wenn ich im Recht bin, müssen zwangsläufig die anderen im Unrecht sein. Doch dieses im RECHT sein wollen, hat schon oft bei uns Menschen zu …

  • großen wirtschaftlichen Schäden in Unternehmungen geführt,
  • zu Kriegen und Ermordungen,
  • zu großen Schäden gegenüber unserer Erde.

Trotz all der v.g. Vorkommnisse, die seit Tausenden von Jahren auf der Erde geschehen, sind wir Menschen immer noch nicht zu einer Einigung gekommen, was RICHTIG oder FALSCH ist.

Aus diesem Grund glaube ich, wir Menschen wären gut beraten, wenn wir mehr darauf achten würden, was wir wirklich im Augenblick einer Entscheidung fühlen. Das hört sich sicherlich etwas schwierig an. JA, wenn es alle gleichzeitig lernen sollten – müssten. Für mich war es ein guter Anfang, dass ich es jetzt (damals) lernte und immer noch lerne.

Vielleicht achten Sie bei sich selbst einmal darauf, wie oft Sie an einem Tag NEIN (falsch, mag ich nicht) sagen und sich damit ein gutes GEFÜHL nicht erlauben bzw. zukommen lassen.

 

Karlheinz K. Matten

Mal links – Mal rechts – vom Punkt

Mal links – Mal rechts – vom Punkt

Unternehmerkunst – manchmal links – manchmal rechts – von der aktuellen Situation

Bei meinen Gesprächen mit Kunden bzw. potentiellen Kunden stehen zwei Themen stets entweder unterschwellig oder direkt  im Raum. Sorgen und Ärger. Die Sorgen darüber, was gerade bei diesem oder jenem Projekt (Bauvorhaben) schief läuft oder wie sich der verantwortliche Abteilungsleiter (Bauleiter) derzeit verhält. Oder ist es der Ärger über ein Mitglied im Jour Fix oder über den unwilligen Auftraggeber.

Ganz schnell gesellt sich dazu die Sorge darüber, wie die nächste Sitzung des Jour Fix wohl verlaufen wird und ob man es schafft, in der verbleibenden Zeit die vereinbarten Bau(Ergebnisse) zu erbringen. Was, wenn der Nachtrag (Folgeauftrag) nicht kommt? Oder man macht sich Sorgen darüber, ob man die Bau(Leistung), die man im kommenden Monat erbringen will, richtig hinbekommt.

Stellt man sich das ganze auf einem Zeitstrahl vor, so sind wir jetzt gerade auf irgend einem Punkt auf diesem Zeitstrahl unterwegs. Doch selten sind wir genau bei diesem Punkt! Denn durch den vorhanden Ärger, den wir haben, befinden wir uns entweder links (Vergangenheit) von dem Punkt und mit unseren Sorgen rechts (Zukunft) des Punktes.

Sorgen ist das Erkunden von in der Vergangenheit gemachten schlechten Erfahrungen. Dies verhält sich nicht immer so: Wir sind nämlich Meister darin, uns Sorgen über etwas zu machen, das sich rechts (Zukunft) von unserer derzeitigen Position auf dem Zeitstrahl befindet, obwohl es hierfür noch gar keine Erfahrungswerte gibt. Wir können maximal in die Zukunft denken, aber niemals die Zukunft wissen.

Ich weiß noch genau, wie meine Frau sich verhielt, als ich vor einigen Jahren einmal meinte: „Na, wie wird wohl das kommende halbe Jahr verlaufen?“ Mit einem Lächeln sagte sie in ihrer herzlichen Art: „ Ja, wir werden wieder am Hungertuch nagen und schwer überleben können, so wie die letzten 3 1/2 Jahren auch.“ Es gab noch nicht einmal ansatzweise einen Hinweis darauf, dass meine Sorge berechtigt war. Und dennoch hat sie mich ganz schön Energie gekostet, die ich besser auf etwas anderes verwandt hätte.

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Wer ANGST (Ärger, Sorgen) hat,
akzeptiert das HIER und JETZT (diesen Moment) nicht!
Wer Angst hat, sollte sich daran erinnern, dass es auch das Gegenteil gibt
und nichts so bleibt wie es ist.
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Dieses Verharren links und rechts vom HIER und JETZT ist meist fatal. Es kostet sehr viel unnötige Energie und bringt auf keinen Fall irgend etwas: weder Wertschöpfung, weder eine Weiterentwicklung. Es ist einfach eine sinnlose Zeitverschwendung.

Ist das nun zutreffend, oder vielleicht nur esoterischer Unsinn? Ich, der als Business-Experte alles andere als eine esoterische Grundhaltung in den Unternehmensführungen antrifft, sage Ihnen:

Es ist erfolgsentscheidend!

Wollen Sie als Unternehmer(in) wirklich erfolgreich sein, müssen Sie sich darin trainieren, im HIER und JETZT, in diesem Moment präsent zu sein. Hier einige wichtige Gründe:

Sie sind abends nicht völlig erledigt, weil Sie viel getan haben, Sie sind abends erschöpft, weil Sie sich geärgert und sich Sorgen gemacht haben. Sie lassen zu, dass Sie von den beiden Emotionen Angst und Wut ausgesaugt werden. Das muss nicht immer im Großen geschehen, vielmehr geschieht das meist im Kleinen. Beobachten Sie, wie Sie bei einer Besprechung nicht im HIER und JETZT sind, sondern sich „Sorgen“ darum machen, wie es nach der Besprechung weitergehen soll, oder was die Besprechungsteilnehmer von den getroffenen Entscheidungen wirklich umsetzen werden. All das sind kleine Energiefresser.

Sie arbeiten nicht effektiv, weil Sie zulassen, dass Ihre Gedanken immer wieder abschweifen. So lassen Sie sich von Ärger und Sorgen ständig ablenken. Ergebnisse entstehen durch GedankenWorteTun (Handlung). D.h. Gedanken der Sorge produzieren was? Genau, es ist definitiv sinnlos sich Gedanken im Sinne von Sorgen zu machen.

Sie schöpfen nicht Ihr volles Potential aus, weil Sie nicht die kürzesten und effektivsten Wege suchen, sondern sich an irgend einen Plan halten, der Ihnen vermeintlich Sicherheit gibt, über den Sie sich dann aber Sorgen machen, ob er auch eingehalten werden kann.

Sie sind nicht so erfolgreich, wie Sie es sein könnten, weil Sie meinen, bestimmte Dinge nicht hinzubekommen, sie einfach nicht können: angefangen bei neuen Themen oder einer neuen Auftraggebergruppe bis hin zum Abwickeln von mehreren parallel laufenden größeren Bau(Aufträgen).

Wer sich ärgert oder sich Sorgen macht, akzeptiert nicht, was jetzt gerade ist. Wenn mir dies wieder einmal passiert, sage ich zu mir selbst: „ Du spinnst mal wieder! Hast du vergessen, dass dies einfach nur Gedanken und Gefühle sind?“. Und zwar richtig unnütze Gedanken, die mit der Realität in diesem Moment  rein gar nichts zu tun haben.

Im HIER und JETZT gibt es keine Sorgen oder Ärger! Nur das was HIER und JETZT gerade ist! Dieses nicht akzeptieren wollen, veranlasst unseren Verstand eine Geschichte über Sorgen und Ärger zu erzählen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein ergebnisreiches JETZT!

Karlheinz K. Matten